Island 2015 – Teil 3

Nachdem wir wieder in Skoga zurück waren, habe ich noch ein paar Bilder vom Skogafoss im Schnee gemacht.

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Die nächste Nacht im Hostel war wesentlich angenehmer. Nach dem Schneesturm am Abend wurde es auf einmal warm. Die Temperaturen stiegen auf über 5 ° C an und fast der ganze Schnee von den Tagen zuvor war weggetaut. Das Wetter in Island ist schon extrem.

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Am Morgen, bevor wir aufbrachen, machte ich noch ein paar Bilder vom Skogafoss und dann ging es wieder zurück Richtung Westen auf die Halbinsel Reykjanes und dort die Straße 42 entlang.

Unser erster Stopp war am See Graenavatn, wo wir aufgrund des Windes die Autotüren fast nicht öffnen konnten. Man musste sich mit seinem ganzem Gewicht gehen die Tür lehnen, um sie zu öffnen.

Es war lustig, man konnte sich gemütlich in den Wind legen, ohne dass man umfiel.

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Die Halbinsel Reykjanes ist besonders für seine geothermale Aktivität berühmt und so fuhren wir zu einem der Felder. Beim Öffnen der Autotüren wurde man schon von Schwefelgeruch begrüßt. In diesem Feld sind im Boden lauter kleine heiße Löcher, aus denen ein beißender Schwefelgeruch steigt. Die Erde ist vom Schwefel gelb gefärbt.

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Weiter ging es zum Kleifarvatn See, in welchem angeblich Islands Version von Nessie leben soll. Aber im Vergleich zu Loch Ness ist es dort recht eng für das Monster.

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Da es schon langsam dunkel wurde und wir noch Einiges auf dem Plan hatten, fuhren wir rasch Richtung Unterkunft in Keflavik. Unterwegs mussten wir aber noch ein kleine Rast, bei den Fischgestängen machen. Seit froh, das man im Internet noch nicht riechen kann.

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Anschließend ging zur Unterkunft weiter und wir checkten ein. Hier erfuhren wir, dass wir richtig Glück mit dem Wetter hatten, tags zuvor war der Schneesturm so übel, dass sogar die Hauptverbindungsstraße zwischen Reykjavik und Keflavik, also zum Flughafen, gesperrt war. Nach kurzer Rast fuhren wir zur „Blauen Lagune” und gönnten uns, nach dem doch recht anstrengenden Tag, zwei Stunden Pause im warmen Thermalbad.

Als das Bad um 20 Uhr schloss, fuhren wir, da wir noch nichts zu Abend gegessen hatten, nach Reykjavik, wo wir ein sehr gutes Burger-Restaurant entdeckten:http://www.grillhusid.is/[https://3c.gmx.net/mail/client/dereferrer?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.grillhusid.is%2F]

Gestärkt vom Essen kamen wir zum letzten und ganz besonderen Highlight unserer Islandreise, dem Imagine Peace Tower. Yoko Ono baute diesen Licht-Turm zum Gedenken an John Lennon. Er besteht aus 15 Scheinwerfern, welche mit einer Leistung von 75 KW in den Himmel strahlen. Bei klarem Himmel erreichen sie eine Höhe von 4000 m. Die Scheinwerfer werden aber nur an besonderen Tagen eingeschaltet und der 18.02. war so ein Tag, Yokos Geburtstag. Vom Hafen aus hatten wir einen sehr schönen Blick auf dieses atmosphärische Kunstwerk.

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Pünktlich um Mitternacht ging das Licht aus und wir traten unsere Rückfahrt nach Keflavik an.

Nach sehr kurzer Nacht (ca. 2 Stunden) ging es zum Flughafen. Am Flughafen angekommen, traf uns gleich „der Schlag”, die Schalterhalle war mit Menschen überfüllt. Es gab irgendwelche Computerprobleme, die den Check-In verzögerten. Zum Glück konnten wir an automatischen Terminals einchecken und mussten nur noch unser Gepäck aufgeben, was wir auch ca. 20 Minuten vor unserem Abflug gerade noch schafften. Als wir am Bord waren, wurden gleich die Türen hinter uns geschlossen und es ging zurück nach Hause.

Aber wir kommen wieder.

Island 2015 – Teil 2

Nach der ersten Nacht in einem unangenehm kalten und zugigen Hostel unternahmen wir am Vormittag eine Gletschertour auf dem Solheimajökull. Die Wettervorhersage für den Tag war nicht besonders gut. Vormittags sollte es noch einigermaßen schön sein, aber ab Mittag zunehmend schlechter werden – angekündigt waren “gefühlte -13 Grad”.

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Nach dem Frühstück fuhren wir zum Startpunkt der Gletschertour, wo wir zunächst von Balther, unserem Guide, mit Helm, Eispickel und Steigeisen ausgestattet wurden. Nach einer kleinen Wanderung erreichten wir den Solheimajökull, den viertgrößten Gletscher Islands. Der Gletscher ist in ständiger Bewegung und verändert sich laufend, Eishöhlen verschwinden zum Beispiel nach ca. 2 Wochen. Außerdem macht sich der Klimawandel dramatisch bemerkbar: Jedes Jahr geht die Gletscherzunge um 40 m zurück.

 

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Anschließend fuhren wir nach Vik weiter, auf der Fahrt verschlechtertesich das Wetter drastisch. Als wir am Stand ankamen, tobte ein “apokalyptischer” Schneesturm, sodass man die berühmten Basaltsäulen im Meer nicht einmal mehr erahnen konnte. Der pechschwarze Lavastrand lädt trotzdem zum Räkeln am Strand ein…

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